Musik & Promotion Blog

Gigs erwünscht. Egal wo?

Freitag Februar 05th 2010, 12:40
Abgelegt unter: Allgemein

Da habe ich mich letztens noch mit einem Freund drüber unterhalten. Es ging mal wieder ums auftreten und dass es in Düsseldorf, der Heimatstadt TyraNukes, nicht genug Auftrittsmöglichkeiten gibt. Nun strecken wir schon die Fühler aus und suchen uns Locations im Ruhrgebiet (unsere Kulturhauptstadt und auf jeden Fall kultureller als SchickiMicki Düsseldorf). Wobei dann aber die Frage aufkam, wie weit wir denn reisen würden, um mal wieder live spielen zu können?

Nun, wenn man keine Coverband ist, hat man sowieso keine angemessene Gage zu erwarten. Eine Aufwandsentschädigung kann man den Betrag auch nicht unbedingt nennen, selbst wenn es nur ein kleiner Aufwand ist, wenn wir beispielsweise innerhalb Düsseldorfs an einen Auftritt ran gekommen sind. Wenn man Glück hat bekommt man 50 EUR, geteilt durch fünf und wir sind bei dem Betrag angekommen, den ich damals als Schüler pro Stunde verdient habe, weil ich bei einer namhaften Supermarktkette Dosen gestapelt habe. Allerdings war das noch zu D-Mark Zeiten.

In diesem Blog berichtet der Blogger davon, dass es sich für kleine, nicht berühmte Bands eigentlich nicht lohnt aufzutreten, um Geld zu verdienen, da die Gage in seinem Beispiel nicht einmal die Fahrtkosten entschädigt.

Aber für (noch) nicht berühmte Bands zählt ja nicht das Geld, sondern die Chance neue Leute mit der eigenen Musik zu erreichen, um bekannter zu werden und endlich vielleicht doch noch den Absprung zu schaffen und Rockstar zu werden. Amateurbands sind Idealisten bis sie bekannt werden. Wenn sie bekannt sind, verkaufen sie idealistische Musik, um abzusahnen. :-)

Am Ende darf man nicht fragen, wie weit man fahren würde, um aufzutreten, sondern wie viel  man bereit ist zu zahlen, wenn man auftreten möchte!


1 Kommentar »

  1. Das Problem ist doch, dass diese Bands in der Gier und Wunsch um Auftritte immer weiter unterbieten und sich damit selbst die Preise kaputt machen. Dabei sollten doch gerade solche Bands ihren künstlerischen Preis haben.

    Kommentar von Joaquin — 14. Mai 2010 @ 04:02

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